Diamanten, a girl’s best friend – was sie so besonders macht

Der König der Edelsteine

Seit tausenden Jahren sind die Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen gleichermaßen fasziniert von der Symbolik, der Erscheinung und Ausstrahlung der Edelsteine. Während Diamanten noch bis vor wenigen Jahren ausschließlich dem Hochadel vorbehalten waren, da ihm mystische Kräfte zugesprochen wurden und man ihn mit Unbesiegbarkeit verband, sind die edlen Steine heute jedem zugänglich, gleichwohl nicht für jeden erschwinglich.

Unerreicht bleibt bis heute seine enorme Härte. Seine mystische Kraft hat sich jedoch heute gewandelt, denn er wurde zum Symbol der Liebe und der Einzigartigkeit. Auch die Vertriebswege haben sich im Laufe der Jahrhunderte stark verändert. Während Diamanten früher nur über verzweigte Vertriebswege und viele Unterhändler zum Kunden kamen, können sie heute Diamanten als Endkunde von vertrauensvollen und großen Onlinehändlern ebenso kaufen wie als Händler auf renommierten Diamantenbörsen, die es über den gesamten Erdball verteilt gibt. Die wichtigsten Umschlagsplätze der Welt liegen in Mumbay, Antwerpen, Ramat Gan, Hongkong und New York.

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Die Geburtsstunde eines Diamanten

Diamanten gehörten zu den ältesten Edelsteinen und bestehen – rein chemisch betrachtet – aus reinem Kohlenstoff. Unter sehr hoher Hitzeeinwirkung und einem unvorstellbar großen Druck wird er kristallisiert. Dabei muss eine Temperatur von über 2.000°C und ein Druck von über 70.000 Kilogramm je Quadratzentimeter herrschen; Bedingungen, die im Labor nicht erreicht werden können, was es unmöglich macht, ihn künstlich in seiner vollen Schönheit und Pracht zu rekonstruieren.

Erstaunlich ist auch die Tatsache, dass der Prozess der Entstehung bereits etwa 3.000.000.000 (3 Milliarden) Jahre zurückliegt. Die Geburt beginnt – aufgrund der hohen Anforderungen an Druck und Temperatur – im Erdinneren in einer Tiefe von mindestens 150 Metern. Erst durch Vulkanausbrühe werden sie an die Oberfläche befördert. Daher werden Vulkane überwiegend in diamanthaltigem Vulkanschlot abgebaut. Alternativ – in guter alter Goldgräber-Manier – auch an Fluss- und Meeresufern, da die Erosion über Jahrtausende dafür gesorgt hat, dass die Vulkane abgetragen wurden und die Diamanten so über Flüsse bis zum Meer weitertransportiert werden konnten.

Der rohe Stein und seine Verarbeitung

Ein roher Diamant ähnelt optisch häufig einem Kieselstein und nur die wenigsten Menschen würden ihn überhaupt mit bloßem Auge als Diamant identifizieren können. Die Rohform bestimmt dabei entscheidend über den späteren Werdegang und die finale Schliffform. Während des Schleif-Prozesses verlieren Diamanten im Schnitt über 50% ihrer ursprünglichen Größe.

Erst durch das Schleifen erhält der Stein seine volle Schönheit und kommt voll zur Geltung. Die größten Schleifzentren in Bombay, Antwerpen, Tel Aviv und New York verarbeiten die wertvollen Steine und verleihen ihnen ihre Einzigartigkeit. Da Diamanten so hart sind, können sie ihrerseits nur mit Diamantenstaub geschliffen werden. So benötigt man für das Durchschneiden eines 1 Carat schweren Steins sage und schreibe vier bis acht Stunden. Die Verarbeitung und Aufarbeitung ist derart aufwändig, dass dafür Monate ins Land gehen können. Ziel ist stets, eine möglichst hohe Lichtbrechung und damit magische Erscheinung zu erreichen.

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Diamonds are a girl’s best friend – warum eigentlich?

Jule Styne komponierte den gleichnamigen Song, der aus dem Broadway-Musical "Blondinen" stammt. Die Idee entstand aus dem gleichnamigen Roman aus dem Jahre 1925. Der Ursprung der Idee lag dabei darin begründet, das auch kein Handkuss einen Diamanten ersetzen kann, denn mit ihm lässt sich alles bezahlen und man kann sich schöne Dinge leisten. Selbst wenn man alt wird und die Dinge verblassen oder die Attraktivität des Partners verloren geht, so bleibt einem doch der unvergängliche Diamant als Symbol für Reinheit, Tugend, Perfektion und Reichtum. Bereits in der Antike verwies Platon auf eine aus Diamant gebildete Weltachse. Bis heute haben die Edelsteine etwas mystisches an sich und es werden ihm in der Esoterik sogar magische Kräfte zugeschrieben. Diese Faszination und Unvergänglichkeit ist es, die ihn so begehrt machen und das Herz der meisten Frauen höher schlagen lässt. So liegt man mit einem Diamanten als Geschenk immer richtig, wenn es um Symbolik, ein Zeichen der Liebe, der Wertschätzung oder der Zuneigung geht. Ob ein Diamant schlussendlich tatsächlich als "bester Freund" bezeichnet werden sollte, bleibt jedem selbst überlassen.

So und wer schenkt nun mir einen besten Freund? 😉

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