Eine schwere Geburt – Und es ist: Ein Notschweinchen!

Vor ein paar Tagen schrieb jemand bei mir im Forum von einem Böckchen welches allein gehalten wurde und weggeben werden sollte. Sie schrieb die Besitzerin an und klärte sie über Einzelhaltung auf. Dass es eben nicht artgerecht ist, und sie das Kerlchen lieber kastrieren lassen solle und zu nem Mädel vermitteln.

Nunja, die gute Frau war gegenteiliger Meinung und meinte eine Kastration wäre Tierquälerei und große Gruppen wären ja noch schlimmer! Lauter weiber und er kann nicht „scharf schiessen“. *explodier*
Also nur um das festzuhalten: Ein Kastrat fühlt sich bei Mädels um wohlsten und kann seine Manneskraft trotz Kastration in vollen Zügen ausleben!

Tja, die Aufklärung ging nach hinten los. Sie wollte ihr den Bock natürlich nicht geben. Also schrieb ich sie als Interessentin an.
Ich log dass sich die Balken bogen. Schrieb was sie hören wollte. Egal, hauptsache das Tier bekommt die Chance auf ein schönes zu Hause!

Der Kontakt war echt nervig. Die gute Frau ist nicht die hellste Kerze auf der Torte. Aber ich bekam die Zusage. Wir wollten uns heute treffen. An einem S-Bahnhof in der Mitte. Denn sie kommt ganz aus dem Norden und ich ganz aus dem Süden Berlins. Aber nach laaaaangem gesülze fanden wir einen Treffpunkt. Es wurde 15 Uhr ausgemacht.
Eine Bekannte fuhr mich, denn ich kann weite Fahrten nicht wegen der Schmerzen.

Wir waren kurz nach drei da. Niemand in Sicht. Ich wartete am Treffpunkt.   Zja, nach fast einer dreiviertelstunde passierte immernoch nichts. Ich stand da, niemand mit Karton in sicht. Ich versuchte die Trulla anzurufen. Nix. Irgendwann ging doch jemand ran. Die Frau erzählt mir die sei die Mutter und Trulla sei unterwegs, sie hätte ihr Handy zu Hause vergessen. Toll. Es gibt genau 2 Dinge die bei sowas wichtig sind.
1. Das Schwein
2. Ein Handy falls man sich verfehlt
Das war nämlich der Fall.
Irgendwann kam dann eine SMS. Sie war da aber ich nicht und da ist sie wieder nach Hause gefahren. ich habe sie dann angerufen und sie gebeten noch einmal zu kommen, was sie Buddha sei dank auch tat.
Es stellte sich dann heraus, dass sie an nem anderen Eingang gewartet hat als ich. Gnaaaaa!
Sie gab mir dann den kleinen Kerl – ein unheimlich hübsches Tier – und ich setzte ihn in die Transportbox. Dann erzählte sie mir,  sie wäre froh, dass sich überhaupt noch jemand gemeldet hat. Da hätte zwar sone „TIERSCHÜTZERIN“ geschrieben *räusper* aber die wäre ja total blöde gewesen…
Ich meinte dann zu ihr „Ja, manche Leute sind einfach total extrem“
Das Gespräch war furchtbar, denn ich erzählt nur dummen Mist. Alles was sie hören wollte. Irgendwie dachte sie ich wolle ihn zum Züchten nehmen. Ich meinte dann, dass ich ihn nur als Gesellschaft für Zuchtböcke nehme, da er ja nicht reinrassig ist… bla sülz seier
Sie gab mir dann noch einen Beutel mit lecker Trockenfutter mit. Damit habe ich dann erstmal meinen Mülleimer gefüttert. Ihm hats geschmeckt ^^

Nun wird der Kleine erstmal kastriert und dann in 6 Wochen kann er zu einem oder mehreren Mädels ziehen. Ich freue mich für ihn 😀

Ich bin jetzt erstmal fick und fertig. Schmerzen ohne Ende vom Stehen, zwei einhalb Stunden gewartet, nix gegessen. Bäh. Aber es hat sich ja gelohnt

Das ist er:


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