Mein Indianischer Name: Die auf dem Feld fällt

So, nachdem ich gestern Abend Kopfmäßig äußerst unfit war, berichte ich euch nun von gestern. Nicht, dass ich heute fitter wäre, aber das ist momentan die Regel. Schlafen ist nämlich alles andere als erholsam, wenn man liegt und sich nicht bewegen kann, weil man Schmerzen hat. Sau dämlich, wenn man dann in einer unbequemen Position festhängt.
Wieder so Momente in denen ich bereue, dass ich so sehr gegen Drogen bin *kicher*

Also wir halten fest: Nina ist momentan überaus unkonzentriert, dank starkem Schlafmangel und viel aua. Das ist relativ wichtig für die nun folgende Geschichte:

Gestern fuhr ich zu Julia, da ich dringend Heu brauchte und sie mir einen ihrer Ballen verkaufte, netterweise. Denn ansonsten hätte ich teures Heu bestellen müssen.
Was ich wohl jetzt eh muss, da unser Heulieferant, der uns das Heu, welches sagenhafte 3 Euro pro 10kg Ballen kostet, VOR DIE TÜR LIEFERT, eine schlechte Ernte hatte *wuääää*
Nun gut, das ist nicht das Thema.

Ich fuhr also zu ihr um das Heu zu holen und aufs Feld wollten wir auch noch. Wir machten uns auf die Strümpfe und nach einem Stopp an der Tankstelle (der Tank war ratzeputze leer) düsten wir los. Wir waren lange nicht zusammen unterwegs und es war schön, mal wieder so zu quatschen und so.
Als wir auf dem Feld rumstiefelten machten wir einige extrem unschöne Begegnungen mit arachnoiden Erdbewohnern. Riesige Spinnenmonster um genau zu sein. Und auch viele kleine Spinnen waren unterwegs. Es war gegen 19 Uhr und das ist scheinbar Lunchtime bei den Viechern. Überall diese kleinen Springspinnen. UÄCH!

Ich hatte, hier kommen wir zum ersten Fehler aufgrund meiner Unkonzentriertheit, nur Crocks an. Zu Hause dachte ich nicht lang nach, welche Schuhe ich anziehe, denn meistens trage ich die, da die durch ihre weichen Laufflächen angenehm sind, wenn ich was anstrengendes mache. An die Beschaffenheit der Feldwege oder diese unfassbar vielen Insektoiden hatte ich nicht gedacht. Als ich dann sah, wie eines dieser Viecher in meinem Crock verschwand *schüttel* war dann ganz aus. Julia war so lieb mir noch ein wenig Schilfgras zu schneiden und ich bin dann weg aus dem tiefen Gras. Der Feldweg war nicht besser, aber wenigstens nicht so bewachsen. Hätte Hogwards sich damals auf meine Bewerbung gemeldet, wäre ich jetzt Zaubererin und hätte mich wegdisappariert. Aber so war ich der Meute ausgeliefert.

Wir machten und auf den Rückweg. Schneller ging es querfeldein. Scheiß Idee. Extreme scheiß Idee!!!

Das Feld ist an der Stelle nicht wirklich ein Feld. Es ist eher ein Kessel. Es geht schräg runter, ich sag immer Abhang. Ein richtiger Abhang ist es nicht, aber man muss schon ein wenig “Klettern”. Es gibt unzählige Stolperfallen, da der Boden ganz löchrig ist und so.

Ich unterhielt mich mit Julia. Wollte ihr irgendwas sagen, fand aber nicht die richtigen Worte und stotterte dämlich rum. Ich versuchte mich zu konzentrieren wo ich hintrat. Als sie meinte “Du müsstest dir mal selber beim Reden zuhören” wollte ich ihr erklären, dass ich nicht reden kann, weil ich angst hab zu fallen, ich mich konzentrieren muss auf meine Schritte, weil ich nen ganz verschobenen Körpermittelpunkt habe und das alles anders koordinieren muss, als wenn ein gesunder Mensch da durchstackst.

In dem Moment, wo ich das sagen wollte, machte ich nen Abgang und kugelte den Weg, den wir gegangen waren, herunter direkt in eine große Kuhle. TADAAAA! Da lag ich nun.

Mein erster Gedanke: SPINNEN!!!!! ÜBERALL SPINNEN!!!!!!!!!
Mein zweiter Gedanke: AUA!!!!!!!
Mein dritter Gedanke: Ich bin gefallen! Ich komm nie wieder hoch!!!!

Dann versuchte ich mich irgendwie in eine Position zu wuchten, in der ich mich bewegen kann um aus dieser Kuhle raus zu kommen. Ich nahm entfernt ein “ach du scheiße” von Julia wahr. Als ich am Weg angekommen war, war genau da, wo ich mich hin hieven wollte was?
Genau! Eine SPINNE! Ich bat Julia die weg zu machen, aber sie meinte “Nein ich mach die nicht tot”. Also robbte ich woanders hin. Mein Körper war ein einziger Schmerz. Das Problem war, ich kann mich aufs rechte Knie nicht aufstützen. Also mich nicht hinknien!
Julia wollte mir die ganze Zeit helfen, aber dadurch dass ich mich nicht hinknien kann, muss ich eben anders versuchen hoch zu kommen. Hätte sie einen meiner Arme genommen, wäre ich nie hoch gekommen. Das konnte ich ihr aber nicht erklären. Was ein Chaos! *lach*

Dazu kam, dass der Weg ja etwas steiler war. Man Leute ich kann euch sagen! Ich hab immer Angst davor hinzufallen, eben weil ich so unfassbar schwer wieder hoch komme. Nicht, dass ich angst hab mir weh zu tun. So ein bisschen hinfallen ist kiki gegen den Scheiß den ich 24/7 hab. Aber das hoch kommen wenn du dich nicht hinknien kannst und du durch den Rücken schon Probleme hast von der Couch hoch zu kommen…. Halleluja! Todesstoß, echt! Ich kann das auch nur schwer beschreiben. Stellt euch vor, ihr habt über dem Hintern einen schönen großen Säbel stecken und wenn ihr mit dem rechten Knie wo auf kommt bekommt ihr nen 10.000 Volt Stromschlag. Joa, das kommt hin. Ach ja, und mein linker Fuß mit dem ich umgeknickt war, war nicht zu gebrauchen in dem Moment.

Julia wurde währenddessen von den Kampfmücken gefressen, die uns die ganze Zeit schon nervten. Und sie wollte mir die ganze Zeit helfen. xD
Als ich dann wieder oben war und sie den Dreck von mir abgeklopft hatte, fing ich lauthals an zu lachen. Noch lauter lachte ich, als ich die Schneise sah, die ich beim runter kugeln im Gras hinterlassen hatte.
Julia stieg in mein Lachen ein und wir lachten tränen als wir in Richtung Auto liefen.
Sie meinte “Ich red mit dir, dreh mich um und auf einmal bist du weg!”
Ich gröhlte los. Ich muss immer noch lachen über diese Geschichte. Mit der Zeit kommen auch die Bilder während des Fallens.
Ist ja meist so, dass sich alles abschaltet wenn man fällt und man dann erst wieder “da” ist, wenn man am Boden liegt. So war das bei mir auch. Ich merkte den Schmerz im Fuß und nahm dann erst wieder meine Umgebung wahr, als ich aufs Gras sah und dachte “wuaaa Spinnen!!!”
Aber inzwischen kommts so nach und nach. Jetzt muss ich noch mehr lachen. Sowas bescheuertes!

Was eine unkonzentrierte Entscheidung für Folgen haben kann… ^^
Nochmal geh ich sicher nicht mit Crocks aufs Feld! Ich bin schon am Überlegen ob ich überhaupt nochmal aufs Feld gehe *lach*

Getan hab ich mir übrigens nichts weiter. Meine Schulter tat mir weh, da bin ich drauf gefallen und mein Fuß natürlich. Heute ist die Schulter wieder okay und mein Fuß ist auch nicht der Rede wert.  Meinem Rücken tat das halt absolut nicht gut, aber ich werds überleben ^^

Ihr dürft übrigens gerne lachen, ich habs verdient! ^^

4 Kommentare bei Mein Indianischer Name: Die auf dem Feld fällt

  • Bine  sagt:

    Ich hätte den Abgang gerne als Youtube Video gehabt 😉 😆
    Aber im Ernst… bin froh, dass alles noch gut ausgegangen ist!

  • Julia  sagt:

    ich muss auch immer noch lachen. es war schon lustig 😆

    zudem bist du gefallen – dann gerutscht- und dann gekullert 😈

    arme nina, ich hätte es filmen sollen

  • Susi  sagt:

    Arme Nina – Tut mir leid dein Sturz :meerismiley:

    Spinnen – iieehhh. Deine Story klingt für mich eher nach einem Horrortrip. Ich hasse Spinnen und kriege total Panik vor diesen Viechern :omg:

  • Nina  sagt:

    Danke, ihr seid süß ^^ ➡

    Ich hab zum Glück alle Spinnen auf dem Feld gelassen ^^

    @ Julia: 😆 😆 😆 😆 😆

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