OMICRON

Heute, vor haargenau 15 Jahren, habe ich in der Oberschule einen Aufsatz geschrieben. Diesen Aufsatz habe ich vorhin wieder gefunden. Ich mag die Geschichte total, weil mich ein tolles Wochenende am See mit meinen Freunden dazu inspiriert hat. Auch wenn sie etwas sehr flach ist, aber hey, ich war 15 ^^
Die Begebenheiten waren alle echt. Meine Freunde und ich waren übers Wochenende in unserem Familien-Ferienhäuschen am See. Ganz alleine, ohne Erwachsene. Es war super. Es war Herbst und recht kühl, wir hatten kein fließendes Wasser, das war abgestellt, spülen mussten wir mit Seewasser, aber es war echt lustig und cool.

Da habe ich dann meine Fantasiegeschichte drum herum gesponnen.
Ich muss noch dazu sagen, dass ich ein Buch über Seemonster und co. hatte, in dem ein Foto von Nessie zu sehen war. Auch das floss da mit ein. Aber genug gelabert, hier nun die Geschichte:

 

Omicron

Es geschah alles am Sonntag, dem 13. 3. 1999. Es war ein kalter, regnerischer Tag. Am Morgen traf ich mich mit meinen Freunden Catarina, Vanessa, Malte und Christoph. Wir fuhren zusammen zu dem abgeschiedenen Gartenhaus meiner Familie in Zossen, das nah an einem See liegt. Nachdem wir uns häuslich eingerichtet hatten, schlug ich vor, dass die beiden Jungs eine Weile am Strand spazieren gehen könnten. Sie nahmen meinen Vorschlag an und gingen. So konnten wir Mädchen in Ruhe das Abendessen zubereiten. Es war ein heilloses Chaos in der winzigen Küche. Doch schon eine halbe Stunde später hatten wir etwas Essbares zusammen gebracht. Als ich gerade den Tisch decken wollte, hörte ich draußen Hilferufe.

Ich holte Vanessa und Catarina, und wir liefen hinaus auf die Terasse, um nachzusehen, was los war. Zuerst hörten wir nur die wiederholten Hilferufe, doch dann sahen wir Malte und Christoph den Weg zu unserem haus hinunter laufen. Dann standen sie kreidebleich und keuchend vor uns. Catarina fragte sie was los sei, doch die Beiden brachten kein vernünftiges Wort zustande. Also gingen wir erst einmal wieder ins Haus. Wir setzten uns rund um den Tisch. Das Abendessen war schon vergessen bei der Aufregung.

Vanessa fragte vorsichtig: “Was ist denn passiert? Seid ihr einem Geist begegnet?” Kaum hatte sie den Satz beendet, redeten beide aufgeregt durcheinander, bis Catarina sie zur Ordnung rief und Christoph aufforderte zu berichten. Er begann: “Als Malte und ich am See waren, haben wir Steine über das Wasser hüpfen lassen. Dann sah ich etwas weiter entfernt, wie sich das Wasser wölbte, als ob ein hai dicht unter der Oberfläche schwimmen würde. Und dann ragte ein kleiner Kopf mit einem langen Hals aus dem Wasser!”

catarina und Vanessa sahen sich ungläubig an. Ich war jedoch nicht sicher, ob ich ihnen glauben oder sie auslachen sollte. Wir gingen alles wieder und wieder durch. Sie beschrieben uns dieses Ding haargenau. Wir suchten andere Möglichkeiten, was es gewesen sein könnte. Doch Malte und Christoph blieben bei ihrer Meinung. Die beiden waren sich sicher, ein Seeungeheuer gesehen zu haben. Wir wollten letztendlich die Sache auf sich beruhen lassen, doch mir ging die Vorstellung dieses Dings nicht mehr aus dem Kopf. Es ließ mir keine Ruhe. War es die Wahrheit was die Jungs uns berichteten, oder war alles nur ein Streich?

Letztendlich bat ich Catarina und Vanessa mich zum See zu begleiten um der Sache auf den Grund zu gehen. Da sie nicht daran glaubten, waren sie bereit mitzukommen. Es war bereits dunkel geworden, doch der Vollmond schien sehr hell, wir konnten gut sehen. Am See angekommen, setzten wir uns auf die großen Sandberge die nah am Wasser lagen. Wir starrten mindestens 20 Minuten bewegungs- und wortlos auf das spiegelglatte Wasser und warteten auf eine Regung. Dann sah ich etwas.

Etwa 100m entfernt ragte ein Kopf aus dem Wasser. Darauf folgte ein Hals und zum Schluss war ein Stück Rücken zu sehen. Ich stand auf und tippte Catarina auf die Schulter um sie darauf aufmerksam zu machen. Ich drehte mich auf die andere Seite um nach Vanessa zu sehen, aber die schlief wie ein Stein im kalten Sand. Catarina und ich liefen ein Stück den Strand entlang. Um es besser sehen zu können, liefen wir auf einen Steg. Nun standen wir ganz nah über dem Wasser und beobachteten es.

Dieses Tier kam uns etwas entgegen geschwommen. Nun konnten wir es ganz genau sehen. Es sah aus wie ein kleiner Dinosaurier. Es schien sehr gutmütig zu sein. Es war nun ganz nah am Steg. ich hielt ihm vorsichtig meine Hand hin. Es streckte uns seinen Kopf entgegen. Ich stand ganz vorne auf dem Steg und war am nächsten an diesem Tier dran. Catarina schien etwas ängstlich gewesen zu sein, denn sie hielt sich im Hintergrund. Ich hatte es fast berührt, doch auf einmal hörten wir Vanessa unsere Namen rufen. Der Dino erschrak und tauchte ab. Als Vanessa uns fand, erzählten wir ihr alles. Wir warteten noch eine Weile. Aber es kam nicht zurück.

Als wir später wieder nach Hause gingen, fanden wir dort unseren Nachbarn vor. Er wollte nach uns sehen. Wir erzählten ihm unsere Abenteuer und erfuhren von ihm, dass es schon einmal Menschen gab, die dieses Seeungeheuer gesehen hatten, ihnen aber keiner glaubte. Jedoch gaben sie ihm einen Namen.

Sie nannten es Omicron.

Eine sehr bescheidenen Geschichte. Ich musste sie kurz halten. Bekommen habe ich dafür eine 2+. Immerhin ^^
Hach ja. Erinnerungen ^^   

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